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Ocker
 
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Herstellung von Ocker
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  Die Ockerförderung

Der Ocker stammt aus dem ockerigen Erz. Dieser stellt sich in ziemlich regelmäßiger Schichten von veränderlicher Dicke (unter denen können einige eine Höhe von 35 Metern erreichen) vor. In den Vorkommen ist das Erz ziemlich dicht, was die Benutzung einer Planierraupe für das Abreißen erfordert. Das Erz setzt sich aus 80 bis 90% sehr feinen kieselhaltigen Sanden und von 10 bis 20% Ocker zusammen. In den Vorkommen von Gargas sind insgesamt 4000km lange Galerien. Die zwei Drittel des Erzes wurden in Pfeilern gelassen, um ihre Festigkeit zu gewährleisten. Was bemerkenswert ist, ist das die Galerien, obwohl sie die Höhe von 7 Metern erreichen, kein Beschirmen haben. Obwohl das Erz sehr dicht ist. Diese Galerien werden mit unterirdischen gotischen Kathedralen verglichen. Jedesmal, wenn die Schicht von sterilem, das sich auf dem ockerigen Erz befindet, überschreitet in Dicke die Erzschicht nicht, führt man einen Betrieb an offenem Himmel durch. In erster Linie nimmt man die Erde weg, die das Erz mit einer Planierraupe bedeckt. Diese Erde wird für die künftige Neugestaltung der Karriere gestellt. Danach wird das Erz seinerseits an der Planierraupe der Bänke von 5 Metern Breite auf 15 Meter Höhe abgerissen, um die Verblendung zu versichern, und um die Steinschläge zu verhindern. Die Räumung des Erzes erfolgt durch Lastwagen, die es auf die Waschfläche transportieren.

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  Die Waschung

 

Bis zum Jahre 1960 erfolgte die Eliminierung des Sandes durch Zerreibung: ein Wasserstrom bewirkte das Erz in einem „Fangdamm“. Der schwerere Sand legte sich im Grunde ab und der Ocker, der suspendiert im Wasser bleibt, wurde durch diese in den Klärbecken von 200 m3 bewirkt. Die Operation erneuerte sich alle Tage bis zum Zeitpunkt, wo die Becken voll waren. Der Ertrag dieser Verfahrensweise betrug 200 kg bis m3 Erz.

 

Schon im Mai, als der Ocker von fester Beschaffenheit ist, wird eine Mauer mit Ockerklumpen um die Becken gebaut, die dann die vollständige Trocknung durch Einwirkung des Mistrals und durch die Sonne erlaubt. Heute hat sich diese Waschmethode verändert. Die ‚Fangdämme’ werden abgeschafft. Die Mischung Erz/Wasser wird in einem Eindickerabscheider (bekleideter Gummizyklon, um das Abschleifen zu vermeiden) durch eine gummigeschützte Pumpe an den Eingang des Zyklons gesendet. Die Mischung kommt mit einem Druck von 500 Gramm/Quadratzentimeter. Durch Einwirkung der Zentripetalkraft fällt der Sand, der auf das Zentrum des Zyklons konzentriert wurde, fast trocken. Das ockerige Wasser kommt in Ausgießung heraus und wird dann in Richtung der Kanalisation gelenkt, die zu den Klärbecken geht.

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 decantation1_100  Der Klärvorgang

Es ist die Endphase des Ockerwaschens. Die Becken werden mit Wasser gefüllt und der schwerere Ocker legt sich tief im Becken ab. Durch ein „ Abtrittausräumer“ Stöpselsystem sorgt man für den Abfluss des Beckens. Wenn die Ockerschicht im Becken ungefähr 50 cm Dicke erreicht, wiegt die Masse ungefähr 60 Tonnen.

Die Trocknungsperiode von Mai bis September kann dann beginnen. Danach wird der Ocker zur Fabrik für die Vollendung seiner Herstellung transportiert.

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  Das Ockerkalzinieren

 Das Oxid der rohen Ocker ist ein hydratisiertes Oxid (Goethite). Wenn man den Ocker in 800° bis 900 ° heizt, verliert das Eisenhydroxid Wasser und verwandelt sich in Eisenoxid bzw. Hämatit. Die gewöhnlich gelbe Farbe wird rot. Damals wurden die gelben oder die ungenügend roten natürlichen Ocker in Holzofen gebrannt. Heute sind die Ocker in rotierenden Öfen gebrannt, die mit Gas geheizt sind. Diese Öfen sind etwa 15 Meter breit und haben ein Durchmesser von 1 Meter. Sie sind mit Ziegeln umgemauert, um die Hitze zu behalten. Der Ocker rutscht in den oberen Teil des Ofens und wird an die andere Seite neben dem Brenner empfangen. Es dauert 15 Minuten bis der Ocker gut gebrannt wird. Nach einigen Tagen ist der Ocker genug abgekühlt und bereit, um zermahlt und in Säcke abgefüllt zu werden.

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 ensachage_100  Das Zermahlen und Einsäckeln

 Um die gewünschten Farben zu erhalten muss man verschiedene Ocker vermischen, die aus mehreren Vorkommen stammen. Danach wird das Ganze in einer Zerkleinerungsmaschine mit einem Pendelsystem geworfen, indem Ocker auf 50 µ zermahlt wird. Danach werden die Ocker in Papierensäcken von 25 kg verpackt.

 

  Wie und wo wird Ocker verbraucht?

 Der Ocker wird in zahlreichen Verwendungen gebraucht: im Baugewerbe für die Färbung der Verputzen, der Tünchen, der Betons usw…, in den industriellen und künstlerischen Malereien, in der Landwirtschaft für die Färbung der Düngemittel, in der Industrie der Tonwaren, für die Färbung der Fliesen und der Ziegel, in der Kosmetik (Pulver und Schminke). Die ockerigen Rückstände (die gefärbten Sande) werden ebenfalls von den Firmen EDF und TELECOM (französische Elektrizität- und Telefonfirma) für die Decke der Kabel in Graben gebraucht. 60% der Ockerproduktion reist um die Welt: Europa, die USA, Afrika, der mittlere Osten...

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 Und die Umwelt ?

 Die Ausfertigung der Genehmigung der Öffnung einer Ockerkarriere folgt demselben Verfahren wie jenes des Bergbaucodes, der die Granulats- oder Steingewinnung leitet. Eine öffentliche Untersuchung sowie eine Umweltverträglichkeitsstudie sind notwendig. Die Genehmigung ist fünfzehn Jahre gültig und das Volumen wird davon bis 12 500 m3 in Gargas kontingentiert. Eine Instandsetzung ist am Abschluss der Ockergewinnungsgenehmigung nötig.

 

 Und die Umweltverschmutzung ?

 Die Waschgewässer werden heute in alten Ockergalerien gepumpt und werden nach dem Waschen wieder in diesen Galerien kanalisiert. Dabei gibt es keine Wasserverschmutzung durch den Ocker. In Gargas benutzt die Gesellschaft der französischen Ocker mehr als 300 m3 Wasser pro Tag in geschlossenem Kreislauf, um die Ocker zu waschen. Was die Luftverschmutzung betrifft wird eine Antidunstvorrichtung auf den Schornsteinen der Fabrik der Balsame installiert, um den Rauch zu reinigen, der sich aus dem Kalzinieren der roten Ocker ergibt. Man sieht es, diese Industrie ist vom Naturschutz nicht antinomisch.